Ostern verbrachten wir heuer wieder in unserem geliebten Kastenwagen. Obwohl wir erst vor zehn Tagen hier gewesen waren, fiel unsere Wahl erneut auf den Campingplatz Königsdorf am Bibisee – ein Ort, der uns immer wieder mit seiner Ruhe und der schönen Umgebung anzieht.
Am Gründonnerstag holten wir unseren Strawanzer aus der Garage und machten uns gemütlich auf den Weg. Gegen Nachmittag erreichten wir den Campingplatz. Die erste kleine Überraschung ließ nicht lange auf sich warten: Durch den geöffneten Frostwächter war unser Wassertank leer, sodass wir gleich zweimal Wasser auffüllen mussten, bevor wir uns richtig einrichten konnten.
Eigentlich hatten wir große Kochpläne – Spinat, Spiegeleier und Kartoffelpuffer sollten auf den Teller kommen. Doch die Lust hielt sich nach der Anfahrt in Grenzen und so blieb es schließlich bei einer einfachen, aber gemütlichen Brotzeit. Der Campingplatz war zu dieser Zeit nahezu ausgestorben; die ungewohnte Leere verlieh dem Platz eine fast friedliche Stimmung.
Der nächste Morgen begrüßte uns mit herrlichem Sonnenschein. Wir setzten uns entspannt mit einer Tasse Kaffee nach draußen und ließen den Tag langsam beginnen. Gegen 11 Uhr frühstückten wir ausgiebig, bevor ich mich gegen 13 Uhr zu einer kleinen Gravelrunde aufmachte.
Während ich auf den Wegen rund um den Bibisee unterwegs war, erlebte Christof eine weniger erfreuliche Überraschung: Der gefrorene Spinat im Kühlschrank war komplett aufgetaut und hatte sich großzügig darin verteilt. Mit viel Geduld und einer Portion Entsetzen machte er sich ans Werk – rund eine Stunde beschäftigte ihn die Spinat-Aktion, bis der Kühlschrank wieder blitzblank war.
Nach meiner Rückkehr und einer erfrischenden Dusche beschloss ich, unsere Nachbarn zu besuchen – ein sympathisches Paar, das im YouTube-Kanal „zweidiecampen“ mitwirkt. Nach einem kurzen, angenehmen Gespräch verabschiedeten wir uns wieder und machten uns schließlich daran, unser verspätetes Kochvorhaben doch noch in die Tat umzusetzen.
So endete ein Tag voller kleiner Überraschungen, Begegnungen und entspannter Momente – ganz so, wie wir es an unseren Campingwochenenden lieben.