Der Ostersonntag zeigte sich von seiner allerschönsten Seite. Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen und keinerlei Termine bestimmten den Tag. Während wir faul in der Sonne saßen und den Moment genossen, begann ich ganz entspannt, einen Blick auf die Wettervorhersage für die kommenden Tage zu werfen. Was ich sah, gefiel mir sofort: bestes Frühlingswetter. Spontan reifte eine Idee in mir – warum nicht ein paar Tage frei nehmen und die schönen Bedingungen nutzen?
Kurzerhand schrieb ich Josef eine WhatsApp und bat um das OK für ein paar freie Tage in der kommenden Woche. Die Antwort kam prompt und positiv – der Entschluss war gefasst. Nach unserem Aufenthalt am Bibisee fuhren wir den Parkplatz am Forschungscampus Garching an. Dort erledigte ich noch ein paar Dinge: Ich organisierte mir aus meinem Büro eine Kaffeemaschine, da die, die ich aktuell im Strawanzer nutzte, in der Reparatur war. Außerdem nutzte ich den großen Plotter im Büro, um die Geburtstagsbilder für Lidwina auszudrucken. Als alles erledigt war, machte ich mich gegen 13 Uhr alleine auf den Weg Richtung Eichstätt zum städtischen Wohnmobilstellplatz. Christof musste arbeiten und konnte mich diesmal nicht begleiten.
In Eichstätt angekommen, holte ich noch das Radl vom Auto und drehte eine kleine Runde durch die Stadt – einfach ankommen, durchatmen und den neuen Ort auf mich wirken lassen. Am Dienstag verbrachte ich trotz meiner freien Tage noch einige Stunden im Homeoffice, bevor ich am frühen Nachmittag den Laptop zuklappte und zu einer Radtour durch die Wälder rund um Eichstätt aufbrach. Die Ruhe der Natur tat unglaublich gut. Am Abend duschte ich im Auto und machte es mir anschließend gemütlich. Direkt neben mir stand ein sehr nettes Ehepaar, Beate und Robert, mit denen sich immer wieder entspannte und herzliche Gespräche ergaben.
Der Mittwoch stand dann ganz im Zeichen einer größeren Radrunde. Am Ende waren es rund 60 Kilometer und über 600 Höhenmeter – sportlich, aber unglaublich schön. Müde und zufrieden ließ ich den Abend wieder ruhig im Auto ausklingen.
Am Donnerstag machte ich mich am Vormittag auf den Weg zurück Richtung Garching. Dort holte ich Christof ab und gemeinsam fuhren wir weiter nach Deiningen, wo wir eine Nacht verbrachten. Am Freitagnachmittag ging es schließlich weiter nach Kißlegg auf den dortigen Stellplatz. Dort nutzte Christof die Zeit für einen Besuch bei seiner Mutter im Pflegeheim – ein ruhiger Abschluss einer abwechslungsreichen, spontanen und sehr besonderen Zeit.
Der 90. Geburtstag von Lidwina war eigentlich für den Sonntag geplant. Doch durch die vielen Weißsonntagsreservierungen in den Gasthäusern war an diesem Tag leider kein freier Platz mehr zu bekommen. Kurzerhand entschieden wir uns daher, das gemeinsame Essen um einen Tag vorzuziehen – eine Entscheidung, die sich als sehr richtig herausstellte.
So trafen wir uns bereits am Samstag mit Christofs Bruder nördlich von Wangen zum Mittagessen im Hotel Farny. Da wir deutlich zu früh angekommen waren, nutzten wir die Zeit kurzerhand für einen kleinen Spaziergang. Zwar war er nicht besonders lang, dafür aber umso schöner und ein perfekter Einstieg in den Tag. Anschließend kehrten wir ins Hotel ein, wo uns ein sehr gutes Essen erwartete. In gemütlicher Runde saßen wir zusammen, unterhielten uns ausgiebig und genossen das Beisammensein.
Am frühen Nachmittag machten Christof und ich uns auf den Weg nach Isny und fuhren den dortigen Wohnmobilstellplatz an. Nach der Ankunft richteten wir uns kurz ein, bevor wir gleich loszogen, um die Altstadt von Isny zu erkunden. Die Stadt überraschte uns positiv: liebevoll, historisch und charmant – ein wenig erinnerte sie uns an Nördlingen, wenn auch deutlich kleiner. Genau diese Überschaubarkeit verlieh Isny jedoch einen ganz eigenen Reiz.
Für den Sonntag war Regen angekündigt, und das schlechte Wetter ließ nicht lange auf sich warten. Da sich die Prognose bestätigte, entschieden wir uns, bereits früh am Morgen die Heimreise anzutreten. So ging es für uns zurück nach Garching beziehungsweise nach Notzing in die Garage – mit schönen Erinnerungen an ein gelungenes gemeinsames Wochenende und einen würdigen Rahmen für Lidwinas besonderen Geburtstag.