Zu den Junikäfern nach Mallnitz – Der Titel ist Programm

 
Dieses Mal geht es endlich einmal nach Kärnten, schon lange geplant, auf den Camping-Platz „Hochoben“ in Mallnitz in der Gegend bei Spittal. Wir fuhren am Sonntagvormittag los nach Wettstetten und holten unseren Muggl aus der Halle. Zuerst ging es nach Bad Feilnbach auf den Kaiser Camp, dort legten wir Zwischenstation ein, um am Montag in der Früh weiter nach Mallnitz durchzustarten.
In Bad Feilnbach haben wir leider nur einen zweitklassigen Touri-Platz bekommen, aber für eine Nacht war das okay.
Früh am nächsten Morgen ging es bereits um 7 Uhr weiter über Kufstein und den Felbertauerntunnel, Lienz und dann weiter nach Mallnitz, wo wir schon um ca. 11 Uhr ankamen.
Der Campingplatz war nur mässig belegt, unser reservierter Platz befand sich im hinteren Teil auf grüner Wiese, umrahmt von ein paar Büschen und einer aufgeschütteten Abtrennung zum gegenüberliegenden Platz. Die Größe des Platzes ließ es zu, dass wir unseren großen Berger-Pavillon aufstellen konnten. Begrüßt wurden wir von hunderten von Juni-Käfern. Dass die Sakrment auch zwicken können, wußten wir bis dato nicht wirklich. Die Käfer flogen buchstäblich auf einen.
Die Gegend war echt der „Hammer“. Rundherum hohe Berge, echt Balsam für die Seele. Wir richteten uns ein und genossen den Rest des Tages ohne weiteren Stress.
Am nächsten Tag ging es zuerst einmal zum Wichtigsten: Der Erkundung des Ortes und der Suche nach einer Einkaufsmöglichkeit. Gesucht, gefunden, in Mallnitz selbst ist ja eher der Hund begraben, aber es gibt am nördlichen Ortsrand einen schönen neuen Billa, der in der Sommerzeit sogar am Sonntag geöffnet hat.
Am westlichen Ortsrand ist der Bahnhof von Mallnitz mit der Autoschleuse der Tauernbahn angesiedelt. Außerdem gibt es ein recht luxuriöses Tourismus-Büro, welches einen Souvenir-Shop, eine Ausstellung und eine Art Info-Kino beherbergt.
Dort wurde uns leider bestätigt, was wir während unseres Aufenthalts selbst erfahren mussten: MTB-Touren sind dort Mangelware. Der Nationalpark „Hohe Tauern“ setzt mehr auf Wanderer. Wir versuchten am nächsten Tag eine Alm mit dem Radl zu erreichen, wurden aber zwei Kilometer nach dem Ortsende durch ein „Radfahren verboten“-Hinweis ausgebremst. Lange vor der Alm. Das haben die Leute vom Nationalpark noch nicht ganz kapiert, wo ihre Zukunftschancen liegen. Vielleicht liegt der Ort mit Umgebung auch deshalb im Sommer noch im absoluten Winterschlaf. Das bedauerte auch die Dame vom Tourismusbüro, die selbst Mountain-Bikerin ist.
Die Tage vergingen wie im Flug, wir saßen mit Ausnahme einer Tour in den Nationalpark vor unserem Muggl und genossen absolut die Zeit, bereiteten Salat zu und relaxten.
Die Rückfahrt am frühen Sonntag verlief problemlos und ohne Stau.
Wir werden trotz eingeschränkter Bike-Möglichkeiten sicher wieder einmal nach Mallnitz kommen. Vielleicht sind die Ureinwohner dann drauf gekommen, wohin sich der Tourismus heutzutage bewegt. Mountainbiker oder allgemein Radfahrer auszuschließen ist heutzutage der falsche Weg zum Erfolg.