Ein Traum …. die Galerie in der Halle ist eingebaut

Manchmal merkt man erst im Alltag, dass etwas so nicht weitergehen kann. So war es auch bei uns.
Seit wir gemeinsam in Garching wohnen, war unser Kellerabteil bis unter die Decke vollgestopft. Nach der Auflösung meiner Wohnung in Aschheim hatten wir all die Dinge, für die oben einfach kein Platz war, kurzerhand unten verstaut. Anfangs schien das eine gute Lösung zu sein – praktisch, schnell erledigt und vor allem unkompliziert.
Doch schon bald wurde daraus ein ständiges Ärgernis.
Immer, wenn wir etwas brauchten, begann das große Umräumen. Kisten wurden verschoben, Taschen umgestapelt und irgendwo ganz hinten wartete dann genau der Gegenstand, den wir eigentlich suchten. Es war mühsam, unpraktisch und irgendwann einfach nur noch nervig.
Lange überlegten wir, wie wir das Problem lösen könnten.
Bei unserer Recherche stießen wir schließlich auf eine scheinbar einfache Lösung: einen Lagercontainer im Norden von Dachau. Kurzentschlossen sicherten wir uns einen freien Container – die Freude war groß. Endlich mehr Platz, endlich Ordnung, endlich eine klare Struktur.
Doch die Ernüchterung ließ nicht lange auf sich warten.
Schon beim ersten Betreten fiel uns auf, dass etwas nicht stimmte. Es war feucht. Nein – nass. Dazu kam ein unangenehmer, modriger Geruch, der einem sofort in die Nase stieg. Und dann ging alles ganz schnell: Bereits nach kurzer Zeit bildete sich auf fast allen Gegenständen ein schwarzer Schimmel.
Zelt, Matratzen, Ausrüstung – alles war betroffen. Und alles roch nach Moder.
Aus der vermeintlich perfekten Lösung wurde innerhalb weniger Monate ein echter Fehlgriff. Nach gerade einmal zehn Monaten war für uns klar: So konnte es nicht weitergehen. Der Container musste weg.
Und genau in diesem Moment entstand eine neue Idee.
Warum nicht den Platz in unserer Halle besser nutzen?
Der Gedanke an eine Galerie war geboren. Mehr Stauraum, besser organisiert und vor allem direkt dort, wo wir ihn brauchen. Wir sprachen mit unserem Vermieter, Herrn Thaller – und waren überrascht, wie offen er für die Idee war. Mehr noch: Er bot sogar an, den Einbau zu organisieren. Über seine Kontakte zu einer Zimmermannsfirma sollte die Umsetzung erfolgen.
Für uns bedeutete das zunächst nur eines: Improvisation für ein paar Monate.
Wir holten unsere Sachen aus dem Container und lagerten sie provisorisch in der Halle – ordentlich gestapelt neben dem Wohnmobil. Da wir im Winter ohnehin nicht unterwegs waren, war das für uns eine akzeptable Zwischenlösung.
Der erste Einbautermin wurde für Mitte April angesetzt.
Doch wie so oft kam auch hier wieder alles anders. Kurzfristig wurde der Termin abgesagt – das Holz war, aus welchen Gründen auch immer, plötzlich nicht mehr verfügbar. Für uns war das zwar ärgerlich, aber kein großes Drama. Wir hatten unser Wohnmobil ohnehin nach Deiningen gebracht, wo es problemlos stehen konnte.
Also nahmen wir es gelassen.
Wir nutzten die Zeit, erledigten andere Dinge, waren unterwegs – unter anderem für einen Termin in Ellgau – und verbrachten ein paar entspannte Tage mit dem Strawanzer. Auch ein Abstecher zurück nach Deiningen gehörte dazu.
Dann kam endlich der Moment, auf den wir schon gewartet hatten.
Eine Woche später war es soweit: Die Galerie wurde eingebaut.
Als wir am Sonntag mit unserem Leo in die Halle fuhren und das neue Holzpodest zum ersten Mal sahen, war sofort klar – das Warten hatte sich gelohnt. Die Galerie sah nicht nur gut aus, sie fühlte sich auch genau richtig an.
Endlich Struktur. Endlich Platz. Endlich eine Lösung, die zu uns passt.
Am darauffolgenden Donnerstag – es war Christi Himmelfahrt – machten wir uns direkt ans Werk. Regale wurden aufgebaut, Kisten einsortiert und nach und nach kehrten Ordnung und Überblick zurück. Alles bekam seinen festen Platz.
Und diesmal fühlte es sich einfach richtig an.
Rückblickend war der Weg dorthin vielleicht etwas holprig – vom überfüllten Keller über den missglückten Container bis hin zum mehrfach verschobenen Einbautermin. Aber genau diese Erfahrungen haben uns gezeigt, was wir wirklich brauchen.
Und jetzt können wir mit voller Überzeugung sagen:
Die Galerie war für uns die beste Entscheidung.