Aktuelles und bekanntes Problem beim Transport von Bikes mit einem Heckträger am Kastenwagen, ist das Öffnen der Hecktüren. Nach langer Recherche war ich mir unschlüssig, ob ein ausziehbarer Heckträger oder ein schwenkbaren Adapter in Verbindung mit einem normalen Heckträger zum Einsatz kommen soll.
Letztendlich entschied ich mich für den Adapter, denn bei dieser Art und Weise ist der Zugang zur Heckgarage völlig frei und es kann ohne Rumsteigen die Garage bequem beladen werden.
Am Markt werden vielerlei Adapter angeboten, ich wollte allerdings etwas leichtes und handliches haben. So entschied ich mich für den Spacemaker von der Firma Eurocarry. Mit Entsetzen stellte ich, nachdem ich ihn bestellt hatte, fest, dass unsere aktuell montierte (abnehmbare) Anhängerkupplung von Galia dafür keine Freigabe hat. So mussten wir in den supersauren Apfel beißen und die neue abnehmbare AHK durch eine starre und somit stabilere AHK ersetzen lassen.
Das Angebot von Monteleone belief sich auf 1200 Euro, was wirklich unverschämt war, denn der Kabelbaum war ja bereits verlegt und es musste ja lediglich die Kupplung getauscht werden. Thomas wollte sich die Gegebenheiten einmal ansehen, daher mussten wir nach Deiningen.
Am Donnerstag nach dem Faschingsdienstag besuchten wir bereits traditionsgemäß die f.r.e.e in München. Auf dem Weg dorthin schien noch die Sonne, zwischenzeitlich hat es zu schneien begonnen und so lag am Rückweg bereits eine geschlossene Schneedecke über München. Bis zum Morgen die Überraschung und so startete das Abenteuer:
Es gibt Tage, an denen schon die ersten Meter zur Herausforderung werden.
Unsere Wohnmobil-Garage gehört definitiv dazu: Die Ausfahrt ist wegen der steilen Rampe ohnehin jedes Mal ein kleines Abenteuer. Doch an diesem Morgen wartete eine zusätzliche Überraschung auf mich – rund 25 Zentimeter Neuschnee hatten sich über Nacht angesammelt und machten die ganze Sache noch spannender.
Vorsichtig setzte ich das Wohnmobil in Bewegung und rollte bis zur Rampe. Ein kurzer Moment des Zögerns, dann der erste Versuch: Gas geben, die Räder drehen… und rutschen zurück. Zweiter Versuch – etwas mehr Schwung, gleicher Ausgang. Erst beim dritten Anlauf, mit viel Gefühl und einer Portion Glück, schaffte ich es schließlich bis ganz nach oben.
Als ich oben stand, war die Erleichterung groß. Gleichzeitig wusste ich: Dem Motor hatte dieser Kaltstart-Marathon sicher nicht besonders gutgetan. Aber immerhin – das Wohnmobil war draußen, und konnte die Fahrt weitergehen.
Fast pünktlich erreichten wir die Werkstatt und nach einem kurzen Gespräch mit Thomas bekamen wir die Zusage, dass er den Umbau übernehmen wird. Am Ende hat es uns 150 Euro (er berechnete 100 Euro) Arbeitslohn und 680 Euro an Material gekostet. Somit haben wir alles richtig gemacht.